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12.01.2015, 15:27 Uhr
Gäste der CDU diskutierten mit Gesundheitsminister Hermann Gröhe
Pflegeversicherung Thema zum Wahlkampfauftakt in Alsterdorf
Alsterdorf.  Die CDU im Kreisverband Hamburg-Nord läutet den Bürgerschaftswahlkampf 2015 ein. Die Christdemokraten hatten Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe, MdB zu Gast in der „Alten Küche“ am Alsterdorfer Markt.
Foto v.l.: Richard Seelmaecker und Hermann Gröhe
Das Thema der Veranstaltung ist die Weiterentwicklung der Pflegeversicherung. Dazu begrüßte Richard Seelmaecker der CDU-Spitzenkandidat für Alsterdorf, Groß Borstel, Fuhlsbüttel und Langenhorn die zahlreich erschienen Gäste: „Die von der CDU und CSU 1995 als eigenständige Säule der gesetzlichen Sozialversicherung eingeführte Pflegeversicherung hat sich bewährt. Die Pflegeversicherung muss auch in Zukunft eine verlässliche Absicherung des pflegebedingten Mehraufwands im Alter bieten. In einer Gesellschaft, in der der Anteil älterer Menschen immer größer wird und in der die Zahl der alleinstehenden Menschen zunimmt, muss für den Fall der Pflegebedürftigkeit solide und bezahlbare Vorsorge getroffen werden. Eine umfassende Pflicht zur Absicherung von Pflegebedürftigkeit ist auch in Zukunft unverzichtbar.“ „Wohin mit Oma?“ leitete Seelmaecker, der zugleich stellvertretender CDU-Kreisvorsitzender in Hamburg-Nord ist, die Diskussionsrunde ein. Diesen Ball griff der Gesundheitsminister auf: „In der Tat geht es nicht darum, demente ältere Menschen zu pflegen, sondern Mutter, Vater, Bruder oder Oma – Familienmitglieder!“ Die Zahl der Pflegebedürftigen steigt Dank der Fortschritte der Medizin, der Arbeits- und Lebensbedingungen, einhergehend mit einer höheren Lebenserwartung immer weiter. So waren es bei Einführung der Pflegeversicherung ~ 1,5 Mio. Menschen, jetzt 2,6 Mio. und 2030 werden 3,5 Mio. erwartet. Die Herausforderungen steigen und sind einem steten Wandel unterworfen, dem die Gesetzesänderung zum Januar dieses Jahres Rechnung trägt. Gröhe zählte auf: “Die Zahlungen der Pflegeversicherung für Pflegeleistungen werden um vier Prozent angehoben. Zudem können bis zu 20 000 zusätzliche Betreuungskräfte in Pflegeheimen eingestellt werden. Die Leistungen für Pflege zu Hause werden ausgebaut. Die Betreuungs- und Entlastungsleistungen in der ambulanten Pflege sollen künftig allen Pflegebedürftigen zugutekommen. Sie sind dann nicht nur auf Demenzkranke beschränkt. Auch Demenzkranke ohne Pflegestufe können künftig Sachleistungen der teilstationären Tages- und Nachtpflege beanspruchen.“ Viele Experten aus Pflegeberufen, Ärzte und Geschäftsführungen von Einrichtungen der Pflege anschließend diskutierten die Neuerungen und auch ihre Probleme in der täglichen Arbeit. Zu der Veranstaltung hatten neben der CDU-Nord auch die Senioren-Union der CDU, und der Evangelische Arbeitskreis der CDU in Hamburg eingeladen. Seelmaecker abschließend: „Wichtig ist dass die Politik einen verlässlichen Rahmen für die Pflege ermöglicht, damit möglichst viele auch zuhause die Pflege erfahren können, die ihnen hilft, den Alltag erträglich zu gestalten - in der ihnen gewohnten Umgebung!“